
Viele Menschen träumen von einer eigenen Firma: Sie könnten auf dem Chefsessel Platz nehmen und die Geschicke des Unternehmens leiten. Doch um diesen Traum zu realisieren, muss man zahlreiche Hürden nehmen. Ein wichtiger Aspekt ist die Geschäftsidee. Nur wenn diese über viel Potenzial verfügt, hat die Gründung einer eigenen Firma eine Chance. Um dies zu prüfen, ist es sinnvoll, einen umfassenden Business-Plan anzufertigen; in diesem wird das Gründungsvorhaben detailliert beschrieben und von allen Seiten beleuchtet.
Ein wichtiger Punkt ist die Rechtsform des Unternehmens. Viele Jungunternehmer möchten eine GmbH gründen, da diese Sicherheit verspricht, obwohl sie mit einem erheblichen Aufwand an Formalitäten verbunden ist. Diese Rechtsform zeichnet sich durch ihre Haftungsbeschränkung aus (Gesellschaft mit beschränkter Haftung). In der Praxis kann man sich das folgendermaßen vorstellen: Bei der Gründung einer GmbH müssen die oder der Gesellschafter Stammkapital in einer festgelegten Höhe hinterlegen. Falls im Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten auftreten und es sich verschuldet, kann dieses Kapital zur Tilgung der Schulden herangezogen werden, denn die Firma haftet mit ihrem gesamten Betriebsvermögen. Wenn dieses jedoch aufgebraucht ist, kann ein Gläubiger seine Ansprüche nicht mehr geltend machen, denn die Haftung ist beschränkt: Die Gesellschafter der GmbH haften nicht mit ihrem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten des Unternehmens.
Neben der GmbH gibt es noch weitere Rechtsformen für Unternehmen, wie z. B. die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Bei dieser Rechtsform gibt es keine Haftungsbeschränkung. Der Firmeninhaber haftet also nicht nur mit dem Firmenvermögen, sondern auch mit seinem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Gründung solch eines Unternehmens ist, verglichen mit der Gründung einer GmbH, nicht aufwendig. Man muss lediglich beim Gewerbeamt das Gewerbe anmelden und dem Finanzamt eine Meldung über den Beginn der selbstständigen Tätigkeit machen.
Wer die Gründung einer Firma plant, sollte sich im Vorfeld umfassend zu diesen Fragen beraten lassen. Zahlreiche Institutionen organisieren die sogenannten Existenzgründerseminare, auf denen die Aspekte einer Firmengründung besprochen werden. Zu der Frage der Rechtsform ist es auch empfehlenswert, eine anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Der Rechtsanwalt sollte sich auf den Bereich Wirtschaftsrecht spezialisiert haben, damit er umfassend und kompetent beraten kann.
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